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Newsletter.
Oktober 2019.

 

Liebe Freunde des Kieler Hafens,

der PORT OF KIEL geht voran und entwickelt sich zu einem der umweltfreundlichsten Häfen in Europa. Wir setzen unsere BLUE PORT-Konzeption konsequent um und reduzieren den Ausstoß von Klimagasen im Hafen. Ein wichtiger Meilenstein war dabei die Inbetriebnahme der Landstromanlage am Norwegenkai, die die großen Fähren der Color Line inzwischen täglich emissionsfrei versorgt. Pro Jahr sparen wir so 3.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) ein. Mit dem Bau einer noch leistungsstärkeren Anlage am Ostseekai wollen wir weitere 10.000 Tonnen CO2 einsparen. Im Güterverkehr unterstützen wir die Verkehrsverlagerung
auf den umweltfreundlicheren Seeweg und investieren in den Ausbau der Hinterlandverkehre auf der Schiene. Am Kieler Rangierbahnhof können ab November längere Züge einfahren und am Schwedenkai bauen wir ein zusätzliches Gleis. Gemeinsam mit unseren Partner engagieren wir uns, um unseren Beitrag zu den Klimazielen zu leisten.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre der SK news!

Ihr
Dr. Dirk Claus
Geschäftsführer


Hafenpreis verliehen

Verleihung des Hafenpreises / Foto PORT OF KIEL


Der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, wurde mit dem Kieler Hafenpreis ausgezeichnet. In seiner Laudatio würdigte Jens B. Knudsen in seiner Funktion als Vorsitzender des Beirates: „Der maritime Koordinator macht sich auf Bundesebene für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zur Nutzung von Landstrom stark. Schifffahrt und Häfen werden so Anreize für effizienten Klimaschutz geboten.“ Im Mai hatte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein und dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt die erste Landstromanlage des Kieler Hafens eingeweiht. Norbert Brackmann sagte: „Wir wollen den Bau weiterer Landstromanlagen unterstützen und auch die EEG-Umlage auf Landstrom reduzieren. Möglichst viele Reedereien sollen künftig von einem Landstromangebot Gebrauch machen.“ Nach dem Norwegenkai werden im kommenden Jahr auch der Schwedenkai und das Kreuzfahrtterminal am Ostseekai landstromfähig werden. Kiel will künftig 60 % des Energiebedarfs der im Hafen liegenden Schiffe mit umweltfreundlichen Landstrom decken.


Saisonfinale Kreuzfahrt

AIDAprima / Foto Gergs


Finale der diesjährigen Kreuzfahrtsaison im Kieler Seehafen. Am 12. Oktober startet die „AIDAprima“ zu ihrer Transreise von Kiel via Palma de Mallorca nach Abu Dhabi am Persischen Golf. In Kiel geht damit die wirtschaftlich bisher erfolgreichste Saison zu Ende. Erstmals wurden in Kiel mehr als 600.000 Kreuzfahrtpassiere begrüßt, die für rund 20 Mio. Euro Umsätze in Kiel und der Region tätigten. Häufigste Gäste in Kiel waren in diesem Jahr die Schiffe von AIDA, TUI Cruises und MSC Kreuzfahrten, die alle über moderne Abgasreinigungsanlagen verfügen. Im kommenden Jahr wird Kiel dann auch erstmals von einem vollständig mit emissionsarmen Flüssiggas (LNG) betriebenen Kreuzfahrtschiff, der „Mardi Gras“ der Carnival Cruise Line, angelaufen. Am Ostseekai gehen in diesem Herbst derweil die Arbeiten am Neubau des zweiten Terminalgebäudes in die Schlussphase. Nachdem der Rohbau geschlossen wurde, läuft der Innenausbau der 3.700 m² großen Innenflächen nach Plan. Eröffnet wird das fertige Gebäude zu Saisonbeginn 2020.



Drittes Gleis Schwedenkai

Triest Zug Schwedenkai / Foto PORT OF KIEL


Das Eisenbahnterminal am Schwedenkai erhält im Bereich des Bahnhofkais ein zusätzliches Gleis, um die Abstell- und Rangierkapazitäten im kombinierten Ladungsverkehr zu erhöhen. Hiermit wird die Abfertigung von Güterzügen optimiert, die Anzahl von Rangierfahrten minimiert und die weitere Verlagerung von Seehafenhinterlandverkehren auf den klimaverträglicheren Schienenweg ermöglicht. Entsprechende Baugenehmigungen liegen nunmehr vor. Geplant ist ein 300 m langes drittes Gleis, das auf der Wasserseite parallel zu den vorhanden Rangiergleisen entsteht und nördlich der Hörnbrücke in die Ladegleise des Terminals mündet. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 1,25 Mio. Euro und ist zur Förderung durch das Land Schleswig-Holstein angemeldet. Teil der Maßnahme ist auch der Ersatz zweier Baumreihen, die in besserer Qualität neu geplanzt werden. Allein hierfür sind Aufwendungen von gut 425.000 Euro vorgesehen.


Erweitertes Hafenvorfeld

Vorfeld Ostuferhafen / Foto PORT OF KIEL


Das neue Vorfeld des Ostuferhafens ist fertiggestellt und dem Verkehr übergeben. Binnen eines Jahres wurde auf weiten Teilen des Geländes der ehemaligen Getreide AG ein großzügiger Warte- und Check-in-Bereich für Lkw geschaffen. Von den erweiterten Bereitstellungsräumen profitieren insbesondere die Fährverkehre der Reederei DFDS ins Baltikum sowie der SCA Logistics aus Schweden. Mit dem erweiterten Vorfeld wurden logistische Abläufe optimiert, dem wachsenden Flächenbedarf der Speditionen Rechnung getragen sowie Platz für an- und abreisende Kreuzfahrtpassagiere geschaffen. In Summe hat der PORT OF KIEL rund 8 Mio. Euro in die Neugestaltung des etwa drei Hektar großen Hafenvorfeldes investiert.

 

 


Nachhaltiger Güterverkehr

Color Carrier / Foto PORT OF KIEL


Auf der Route Kiel - Oslo bietet Color Line mit dem Einsatz der Frachtfähre „Color Carrier“ zusätzliche Kapazitäten für den umweltfreundlichen Gütertransport von und nach Norwegen. Der RoRo-Frachter absolviert drei Rundläufe je Woche und verkehrt jeweils dienstags,  donnerstags und samstags ab Kiel. Die „Color Carrier“ ergänzt damit die täglichen Abfahrten der großen Passagierfähren, sodass je Woche und Richtung zehn Abfahrten auf der Linie angeboten werden. Die „Color Carrier“ ist 154,50 m lang, 22,70 m breit und hat einen Tiefgang von 6,95 m. Sie verfügt über eine Ladekapazität von 1.775 Spurmetern. Akzeptiert werden alle Arten rollender Ladung wie Lkw, Trailer, Container auf Flats oder auch Bau- und Landmaschinen. Das Schiff transportiert ferner Produkte der Automobilindustrie, temperaturgeführte Ladung und klassifizierte Güter gemäß IMDGCode. Die Frachtfähre wurde 1998 in Norwegen gebaut, ist 20 Knoten schnell und hat Eisklasse.


Längere Züge von/nach Kiel

Ankunft erster Triest Zug in Kiel / Foto PORT OF KIEL


Die DB Netz hat den Kieler Rangierbahnhof in Meimersdorf dahingehend ertüchtigt, dass ab November Züge mit einer Gesamtlänge von bis zu 750 m einfahren können. Bisher war die Zuglänge dort auf nur 550 m begrenzt. Kiel-Meimersdorf gehört zu den bundesweit siebzehn Schienenprojekten, die vom Bund im Rahmen des Sofortprogramms Seehafen-Hinterlandverkehr II umgesetzt werden. Am Kieler Rangierbahnhof treffen die Kombizüge aus Hamburg-Billwerder sowie die Direktzüge aus Italien ein. In Meimersdorf erfolgen dann die Aufteilung und der Weitertransport der Züge zum Schwedenkai, Norwegenkai und in den Ostuferhafen. Von dort besteht Anschluss an die Fähren nach Skandinavien sowie ins Baltikum. Zudem werden in Kiel-Meimersdorf Ganzzüge etwa mit Neufahrzeugen oder Rapsölen abgefertigt sowie Sonderzüge und Waggongruppen angenommen.



Landstrom am Ostseekai

Kreuzfahrtterminal Ostseekai


Nach dem Norwegenkai wird in den kommenden Monaten das Kreuzfahrtterminal am Ostseekai mit einem Landstromanschluss ausgestattet. Es entsteht die mit 16 MVA leistungsstärkste Landstromanlage an der deutschen Küste, die auch das Fährterminal am Schwedenkai mit bedient. Erstmals können gleichzeitig zwei Schiffe während der Hafenliegezeit mit einer Frequenz von 50 oder 60 Hz vollständig mit Ökostrom versorgt werden. Der Testbetrieb wird im kommenden Sommer aufgenommen. Erste Kunden werden die Schiffe der Reedereien AIDA und TUI Cruises sein. Dazu sollen die Fährschiffe der schwedischen Stena Line täglich mit Landstrom versorgt werden.


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