Erster Spatenstich für die Erweiterung
des Kieler Ostuferhafens
(Kiel, 28. Oktober 2026) Mit dem ersten Spatenstich für die Erweiterung des Ostuferhafens wird eine der ersten großen Infrastrukturinvestitionen in Schleswig-Holstein konkret, die aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIK) des Bundes gefördert werden soll. Die Finanzierung erfolgt auf Grundlage des Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetzes (LuKIFG). Für das rund 37 Millionen Euro umfassende Vorhaben des SEEHAFEN KIEL ist eine Förderung von 27 Millionen Euro und damit etwa 75 Prozent der Investitionskosten vorgesehen. Das Projekt soll damit das erste Fördervorhaben sein, bei dem die Mittel aus dem Sondervermögen für den Ausbau der Hafeninfrastruktur zum Einsatz kommen.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Kiels Oberbürgermeister Samet Yilmaz und die Aufsichtsratsvorsitzende des SEEHAFEN KIEL, Louisa Wiethold, setzten gemeinsam mit dem Geschäftsführer Dirk Claus im Beisein von rund 50 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft den ersten Spatenstich für das Projekt.
Auf dem Gelände des ehemaligen Gemeinschaftskraftwerks Kiel entstehen bis 2029 rund 6,5 Hektar zusätzliche Hafenbetriebsfläche. Damit investiert der SEEHAFEN KIEL in die langfristige Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Ostuferhafens und stärkt zugleich einen wichtigen Logistikstandort Schleswig-Holsteins.
Sondervermögen ermöglicht Investitionen in die maritime Infrastruktur
Die Erweiterung des Ostuferhafens zeigt beispielhaft, wie Mittel aus dem Sondervermögen in langfristige Infrastrukturprojekte fließen. Die vorgesehene Förderung in Höhe von rund 27 Millionen Euro schafft die finanzielle Grundlage, um die ehemalige Kraftwerksfläche für die zukünftigen Anforderungen der Hafenwirtschaft neu zu gestalten.
Insbesondere die industrielle Vornutzung des Geländes stellt hohe technische und finanzielle Anforderungen an das Vorhaben. Umfangreiche Kampfmitteluntersuchungen, Bodensanierungen und die Herstellung schwerlastfähiger Betriebsflächen sind erforderlich, bevor das Areal vollständig in den Hafenbetrieb integriert werden kann.
Ministerpräsident Günther: „Mit dem Sondervermögen investieren wir gezielt in die Infrastruktur und Zukunftsfähigkeit Schleswig-Holsteins. Mit der Erweiterung des Ostuferhafens bringen wir eines der ersten großen Projekte auf den Weg und zeigen, wie schnell Projekte aus diesen Mitteln umgesetzt werden. Wir stärken damit einen unserer Häfen als zentrale Drehscheibe internationaler Transportketten und unseren Wirtschaftsstandort. Der Ostuferhafen verbindet Schleswig-Holstein mit Nordschweden und dem Baltikum und trägt dazu bei, die Versorgung über die Ostsee zu sichern.“
Zusätzliche Kapazitäten für den internationalen Güterverkehr
Mit der Erweiterung reagiert der SEEHAFEN KIEL auf die sehr gute Auslastung des Ostuferhafens, so dass diese Erweiterungsflächen dringend benötigt werden. Der Ostuferhafen ist ein wichtiger Standort für die Frachtverbindungen nach Skandinavien und insbesondere ins Baltikum. Der Fähr- und RoRo-Verkehr sowie der Umschlag von Papier und anderen Forstprodukten prägen den Standort.
Auf den zusätzlichen 6,5 Hektar entstehen multifunktionale Betriebsflächen, die künftig für den Papier- und Containerumschlag, die Bereitstellung von Trailern und Transporteinheiten sowie für weitere logistische Projekte genutzt werden. Zusätzlich ist eine Lagerhalle mit rund 10.000 Quadratmetern Fläche geplant.
Vom Industriestandort zur modernen Hafeninfrastruktur
Mit dem sechsten Bauabschnitt setzt der SEEHAFEN KIEL eine mehr als 40-jährige Entwicklung fort. Nachdem die Howaldtswerke-Deutsche Werft 1983 den Schiffbau am Standort Dietrichsdorf eingestellt hatten, begann auf dem ehemaligen Werftgelände die Entwicklung des heutigen Ostuferhafens. 1985 wurde der Grundstein für den modernen Fracht- und Logistikstandort gelegt.
In fünf aufeinanderfolgenden Bauabschnitten wurde der Hafen seitdem kontinuierlich erweitert. Zuletzt entstanden mit dem fünften Bauabschnitt vor zehn Jahren zusätzliche Betriebsflächen und Lagerkapazitäten, insbesondere für den Papierumschlag von ca. 800.000 Tonnen Papier.
Oberbürgermeister Yilmaz: „Der Kieler Hafen sichert Arbeitsplätze und verbindet unsere Wirtschaft mit der Welt. Mit der Erweiterung des Ostuferhafens führen wir eine Entwicklung fort, die vor mehr als 40 Jahren auf einem ehemaligen Werftgelände begann. Die rund 27 Millionen Euro aus dem Sondervermögen sind eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts. Wir schaffen Raum für die weitere Entwicklung des Hafens und stärken Kiel als Hafenstadt.“
Langfristige Investition in die Wettbewerbsfähigkeit
Für den SEEHAFEN KIEL ist das Vorhaben ein wesentlicher Bestandteil seiner langfristigen Entwicklungsstrategie. Die öffentliche Förderung ist angesichts der hohen Kosten für die Erschließung des ehemaligen Kraftwerksgeländes folgerichtig. Ohne eine Förderung können industriell vorgenutzte Flächen nicht für den Hafen saniert werden. Das Projekt verbindet damit wirtschaftliche Entwicklung mit einer verantwortungsvollen Nutzung begrenzter Flächen.
„Der Ostuferhafen ist das Herzstück unseres Frachtgeschäfts. Mit der Erweiterung um 6,5 Hektar schaffen wir dringend benötigte Erweiterungsflächen für den Güterumschlag und die Hafenlogistik. Gleichzeitig entwickeln wir einen ehemaligen Industriestandort zu moderner Hafeninfrastruktur weiter. Die voraussichtliche Förderung von rund 27 Millionen Euro aus dem Sondervermögen ist dabei ein entscheidender Baustein für die Realisierung dieses Zukunftsprojekts“, erklärt Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer des SEEHAFEN KIEL.
Auch die Aufsichtsratsvorsitzende Louisa Wiethold unterstreicht die langfristige Bedeutung des Vorhabens: „Mit der Erweiterung des Ostuferhafens setzt der SEEHAFEN KIEL auf die ressourcenschonende Revitalisierung ehemaliger Industrieflächen, statt neue Flächen in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig wird die Flächenproduktivität erhöht und sichert die Leistungsfähigkeit des Hafens auch bei hoher Auslastung. Ich begrüße ausdrücklich die vorgesehene Förderung im Rahmen des LuKIFG. Sie ermöglicht eine wichtige Zukunftsinvestition, die wirtschaftliche Entwicklung und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen miteinander verbindet.“
ABOUT
Über den SEEHAFEN KIEL
Die 1996 gegründete SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG mit Sitz in Kiel ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Kiel und betreibt einen der bedeutenden deutschen Ostseehäfen. Zu den Geschäftsfeldern zählen der Fähr- und Güterverkehr, der Papierumschlag, die Kreuzfahrt und das Immobilienmanagement. Zur Unternehmensgruppe gehören die Tochtergesellschaften SEEHAFEN KIEL Stevedoring GmbH, FLUGHAFEN KIEL GmbH und KombiPort Kiel GmbH (50%). Im Jahr 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von über 50 Millionen Euro und investierte 24,8 Millionen Euro in ihre Infrastruktur. Mit modernen Hafenanlagen und nachhaltigen Technologien stärkt das Unternehmen seine Position als
internationaler Logistikstandort.
Weitere Informationen: portofkiel.com
Pressekontakt
SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG
Constanze Fischer, Referentin der Geschäftsführung
Tel. +49 (0)431 9822-105
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