PORT OF KIEL auf der transport logistic in München

von Ulf Jahnke

Kapazitätserweiterung ermöglicht mehr Nachhaltigkeit im Ostseeverkehr

transport logistic in München / Foto: PORT OF KIEL


(Kiel, 3. Juni 2019) Der PORT OF KIEL präsentiert den Hafenstandort und sein Dienstleistungsspektrum gemeinsam mit den Unternehmen Color Line Cargo und SCA Logistics vom 4. bis zum 7. Juni auf der weltweiten Leitmesse für Logistik und Supply Chain Management, der transport logistic, in München (Stand 113 in Halle B3). Schwerpunkte des diesjährigen Kieler Messeauftritts sind die Kapazitätserweiterungen im Fährverkehr nach Norwegen sowie die Verlademöglichkeiten im Roll-on/Roll-off-Verkehr nach Schweden. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Ich freue mich sehr, dass wir mit zwei starken Partnern auf dem Gemeinschaftsstand des Kieler Hafens ausstellen. Die Messe in München bietet perfekte Rahmenbedingungen, um Kunden sowie Geschäftspartner aus ganz Europa zu treffen und über neue Projekte im Kieler Seehafen zu sprechen.“ In München rückt der Kieler Hafen insbesondere seine BLUE PORT-Strategie für mehr Nachhaltigkeit in den Fokus. Zielstellung ist, weitere Güterverkehre von der Straße für den umweltfreundlichen und staufreien Weg über die Ostsee zu gewinnen. So kann die Seestrecke zwischen Kiel und Oslo einen bis zu 1.000 Kilometer weiten Transport über europäische Autobahnen ersetzen.

Auf dem Seeweg schnell und umweltschonend von und nach Norwegen
Auf der Route Kiel – Oslo setzt die norwegische Color Line seit Jahresbeginn eine zusätzliche Frachtfähre ein und baut den schnellen und umweltschonenden Güterverkehr von und nach Norwegen weiter aus. Die „Color Carrier“ (1.775 m Spurmeter, 20 Knoten) verkehrt mit drei Rundläufen je Woche, die die täglichen Abfahrten der kombinierten Passagier- und Frachtfäh-ren ergänzen. Je Woche und Richtung werden damit zehn Abfahrten auf der einzigen direkten Fährverbindung zwischen Deutschland und Norwegen angeboten. Akzeptiert werden alle Arten rollender Ladung wie Lkw, Trailer, Container auf Flats oder auch Bau- und Landmaschi-nen. Das Schiff transportiert ferner Produkte der Automobilindustrie, temperaturgeführte Ladung und klassifizierte Güter gemäß IMDG-Code. Je Überfahrt können bis zu 120 Fracht-einheiten befördert werden. Dirk Claus: „Von der Frachtfähre geht zudem ein wichtiger Impuls für den kombinierten Ladungsverkehr aus. Wir wollen einen wachsenden Anteil des Seeha-fenhinterlandverkehrs auf der Schiene transportieren.“ Am Norwegenkai wurde hierfür der kombinierte Ladungsverkehr wieder aufgenommen und das Terminal an die Shuttle-Züge nach Hamburg angebunden, von wo alle nationalen Kombi-Destinationen erreicht werden.

Vorfeld des Kieler Ostuferhafens wird für wachsende Verkehre erweitert
Um der steigenden Transportnachfrage Rechnung zu tragen, wird das Vorfeld des Kieler Ostuferhafens derzeit vollständig umgestaltet und erweitert. Dirk Claus: „Im Ostuferhafen investieren wir rund 7,5 Mio. Euro, um logistische Abläufe zu optimieren und die Vorstaubereiche für Lkw und Trailer deutlich auszuweiten.“ Dieser größte Kieler Hafenteil wurde bereits in den vergangenen Jahren zum Fracht- und Forstproduktzentrum entwickelt. Neben rollender Ladung (Lkw, Trailer, Ex- und Importfahrzeuge) werden Container, Projektladungen und Schwergüter umgeschlagen. Fest etabliert sind auch die Forstprodukttransporte, die in wachsender Anzahl aus Schweden eintreffen. Jörn Grage, Geschäftsführer SCA Logistics GmbH: „Insgesamt werden wir in diesem Jahr ca. 800.000 Tonnen Forstprodukte für Zeitungen, Magazine oder Verpackungen im Ostuferhafen umschlagen, lagern und von Kiel innerhalb Europas und auch bis nach Übersee ausliefern.“ Vom Kieler Forstproduktterminal verkehren die SCA-RoRo-Frachter zweimal wöchentlich. Angelaufen werden die Häfen Malmö, Sundsvall, Umea und Iggesund. Auf ihrem Weg an die schwedische Küste transportieren die Schiffe ins-besondere Fahrzeuge, Projektladungen oder auch Recyclingmaterialien.

Über den PORT OF KIEL:
Kiel zählt zu den vielseitigsten Häfen an der deutschen Küste. Im vergangenen Jahr wurden über die verschiedenen Terminalanlagen 7,2 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen; 2,2 Mio. Passa-giere gingen an Bord eines Fähr- oder Kreuzfahrtschiffes. Das Rückgrat des Hafengeschehens bilden die Linienverkehre nach Skandinavien und ins Baltikum. Tägliche Abfahrten mit Color Line nach Norwegen, mit Stena Line nach Schweden und mit DFDS nach Litauen bieten Spediteuren beste Verlademöglichkeiten in die Zielmärkte des Ostseeraumes. SCA-Frachtschiffe verbinden Kiel zweimal wöchentlich mit der schwedischen Süd- und Ostküste. Darüber hinaus besteht eine Verbindung von St. Petersburg in Russland, die mehrmals im Monat mit konventionellen Schiffen bedient wird.

Besuchen Sie uns in Messehalle B3, Stand Nr. 113, auf der transport logistic in München.

 

Video: Konventioneller Umschlag im Kieler Seehafen

   

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