Neugestaltung des Vorfeldes am Kieler Ostuferhafen

von Ulf Jahnke

Teilabbruch der ehemaligen Getreidehallen hat begonnen

Neugestaltung des Vorfeldes / Foto: PORT OF KIEL

 

(Kiel, 18. September 2018) Der PORT OF KIEL wird den Einfahrtsbereich des Ostuferhafens völlig neu gestalten und hat mit dem Teilabbruch eines ehemaligen Getreidespeichers begonnen. Mit diesem Rückbau und der Einbeziehung von Randbereichen werden 2,8 Hektar Fläche im Hafenvorfeld gewonnen, auf denen ein vergrößerter Bereitstellungsraum für Lkw, Trailer und Pkw entsteht. Bisher getrennte Vorstauareale können so außerhalb des ISPS-Bereiches zusammengefasst werden. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „In den vergangenen Jahren hat der Güterumschlag im Ostuferhafen weiter zulegt. Mit dem neuen Vorfeld werden wir logistische Abläufe optimieren, dem erweiterten Flächenbedarf der Speditionen Rechnung tragen und mehr Kreuzfahrtpassagiere annehmen können.“ Die Gesamtmaßnahme hat ein Investitionsvolumen von 7,25 Mio. Euro und ist zur Förderung durch das Land Schleswig-Holstein angemeldet. Die Arbeiten zur Neugestaltung des Hafenvorfeldes umfassen den Abbruch von etwa 13.000 m² Halle, Tief- und Straßenbauarbeiten sowie Entwässerung, Beleuchtung und Sicherung des Areals. Die uneingeschränkte Zufahrt zum Ostuferhafen bleibt während der gesamten bis zum Frühjahr 2019 andauernden Bauphase jederzeit gewährleistet.

Der PORT OF KIEL hatte den Speicher und das Gelände der ehemaligen Getreide AG im Jahr 2016 erworben. Die Schuppen 31 bis 33 werden auch künftig zur Lagerung von Forstprodukten genutzt, während die Schuppen 34 bis 36 der Umgestaltung des Hafenvorfeldes weichen. Mit dem Rückbau wurde die Unternehmensgruppe Bodo Freimuth beauftragt, die die Baustelleneinrichtung abgeschlossen hat und mit schwerem Gerät die Stahlbetonkonstruktion abbricht. Bis Ende November werden die drei Hallenbereiche einschließlich der Sohlplatte abgetragen sein. Die verschiedenen Abbruchmaterialien (u.a. Stahlkonstruktionen, Bleche, Dämmstoffe) werden getrennt, sortiert und dem Recycling zugeführt bzw. fachgerecht entsorgt. Betonteile werden noch vor Ort in einer Brecheranlage zerkleinert und zur Wiederverwendung genutzt. Um Lärm und Staubimmissionen zu minimieren, erfolgt eine ständige Bewässerung der Abbrucharbeiten, die ausschließlich tagsüber durchgeführt werden. Aufgrund der Historie des Geländes erfolgt parallel zu den Rückbauten eine Sondierung des Bodens auf Kampfmittel. In einem nächsten Schritt werden Tiefbau- und Straßenbauarbeiten ausgeschrieben, die im Oktober starten.

Der Ostuferhafen ist das Fracht- und Logistikzentrum an der Kieler Förde. Von dort verkehren Fährschiffe der Reederei DFDS ins Baltikum und nach Russland. Für die schwedischen Konzerne SCA und Iggesund werden Forstprodukte eingelagert und distribuiert. Zudem werden Massengüter (u. a. Altmetalle und Brennstoffe) sowie Schwer- und Projektladungen umgeschlagen. Der Ostuferhafen ist über den Stadtring (B 502 und B 76) an die Autobahnen A215 (zur A7) und A21 (zur A1) angebunden. Für den wachsenden Hinterlandverkehr auf der Schiene besteht Anschluss an das nationale Kombinetz sowie internationale Destinationen.

 

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