Grundsteinlegung für zweites Terminalgebäude am Ostseekai

von Ulf Jahnke

PORT OF KIEL erweitert Abfertigungskapazitäten für Kreuzfahrtpassagiere

Rendering: ARGE Terminalgebäude LP28 GbR

 

(Kiel, 27. November 2018) Am Ostseekai startet der Hochbau des zweiten Terminalgebäudes für Kreuzfahrtpassagiere. Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Stadtbaurätin Doris Grondke, PORT OF KIEL-Geschäftsführer Dr. Dirk Claus und die Architekten Christoph Roselius sowie Ralf Dieter Ladwig legten am 27. November gemeinsam den Grundstein für den Neubau an Liegeplatz 28. Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer: „Das Terminal möge allen Passagieren ein Ort der Vorfreude auf die bevorstehende Seereise sein. Es wird eine erstklassige Abfertigungsqualität bieten und zugleich die Position Kiels in diesem umkämpften Markt weiter festigen.“ Wurden am Ostseekai bislang zwei Kreuzfahrtschiffe über ein Terminal abgefertigt, so steht jedem Schiff künftig ein eigenes Gebäude zur Verfügung. PORT OF KIEL-Geschäftsführer Dr. Dirk Claus: „Ein Terminal für jeden Schiffsliegeplatz bedeutet optimalen Service für Reedereien und Passagiere. Wir passen unsere Kapazitäten den steigenden Passagierzahlen und wachsenden Schiffsgrößen an.“ In den Erweiterungsbau, dessen Inbetriebnahme in der kommenden Saison erfolgen wird, investiert der Kieler Seehafen gut 9 Mio. Euro.

Entworfen und gestaltet wird das 3.700 m² große zweigeschossiges Gebäude von der Arbeitsgemeinschaft „Terminalgebäude Liegeplatz 28 GbR“, bestehend aus den eins:eins Architekten Hillenkamp & Roselius und dem Architekturbüro Ladwig. Christoph Roselius: "Ich freue mich sehr, dass durch den engen Austausch mit Stadt und Hafen ein so prägnanter Entwurf für diesen wichtigen Ort an der Förde entstanden ist.“ Die Fassade des Neubaus greift bestehende Formen auf und besticht aufgrund großer Glasflächen durch Transparenz. Baulich spannen beide Gebäude einen V-förmigen Empfangsplatz für eintreffende Gäste. Von dort gehen Reisende ins Terminal, Besucher gelangen über eine Freitreppe zur Aussichtsterrasse. Stadtbaurätin Doris Grondke: „Es war uns wichtig, dass an diesem Ort hochwertige Architektur verwirklicht wird, schließlich ist das Terminal für viele Reisende der erste und auch der letzte Berührungspunkt mit Kiel. Gleichzeitig wollten wir die Menschen auch ans Wasser führen und die einmalige Lage der Landeshauptstadt erlebbar machen. Mit der Aussichtsterrasse gelingt uns genau das: der direkte Kontakt zum Wasser unter Wahrung aller Sicherheitsvorschriften des Hafens.“ Das zweite Terminal entsteht im nördlichen Anschluss des bestehenden Gebäudes und bildet mit diesem ein Ensemble. In seiner Funktionsweise ist das neue Gebäude dem bestehenden angelehnt. Während im Erdgeschoss das Gepäckhandling durchgeführt wird, ist das Obergeschoss den Passagieren und Check-in-Prozessen vorbehalten. Über eine Gangway werden die Reisenden direkt zum Schiff geleitet.

Über den Kreuzfahrthafen Kiel
Der PORT OF KIEL zählt zu den führenden Passagierhäfen Nordeuropas. In unmittelbarer Innenstadtlage verfügt Kiel am Ostseekai, Norwegenkai und Schwedenkai über drei moderne Passagierterminals für Fähr- und Kreuzfahrtschiffe. Dazu werden Schiffe auch am Kreuzfahrtliegeplatz Nr. 1 im Ostuferhafen angenommen. In der diesjährigen Saison wurde Kiel 167-mal (2017: 143 Anläufe) von 34 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Knapp 600.000 Reisende (+ 16,5 %) gingen an oder von Bord. Kiel ist Ausgangspunkt für Kreuzfahrten zu den Metropolen der Ostsee und entlang der norwegischen Fjorde. Im Hochsommer führen die Reisen zudem bis zum Nordkap, nach Spitzbergen oder Island. Darüber hinaus wird Kiel während laufender Kreuzfahrten von internationalen Reedereien besucht, deren Gäste Tagesausflüge in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg unternehmen.

Grundsteinlegung für das Terminalgebäude Liegeplatz 28 am Kieler Ostseekai durch:
- Dr. Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel
- Doris Grondke, Stadträtin für Stadtentwicklung und Umwelt der Landeshauptstadt Kiel
- Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG
- Christoph Roselius, eins:eins Architekten, Arge Terminalgebäude LP 28 GbR
- Ralf Dieter Ladwig, Architekturbüro Ladwig, Arge Terminalgebäude LP 28 GbR

 

   

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