HERAUSFORDERUNG
ANGENOMMEN.

Wir stellen uns der Herausforderung, die wirtschaftliche Nutzung des Hafens im Sinne des öffentlichen Interesses der Nachhaltigkeit zu erfüllen und weiterzuentwickeln. Hierzu gehören insbesondere Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz und die Vermeidung von Schadstoffen in Luft und Gewässern im Rahmen technischer Möglichkeiten.

Neben der Unterstützung von externen Projekten und Förderungsmaßnahmen, machen wir unsere Hausaufgaben: die Annahme von Schiffsabwässern, der von Bau Landstromanlagen, der Einsatz und Praxistests von elektronischen Gabelstaplern und Zugmaschinen, Ökostrom, Fotovoltaik, Elektromobilität und energieeffiziente Beleuchtungstechnik. In allen Terminalanlagen und Gebäuden beziehen wir seit 2012 zertifizierten Ökostrom.

Unseren Partnern bieten wir tarifliche Anreize für umweltfreundliche Techniken im Schiffbau, ein System zur intelligenten Steuerung von Verkehrsflüssen auf dem Terminal und beteiligen uns an Pilotprojekten für emissionsarme Alternativtreibstoffe.

 
Foto: Tom Körber

Tief Luft holen

Im Kieler Hafen möglich? Eindeutig ja! Nach Berechnungen und orientierenden Luftschadstoffmessungen im Bereich der Kieler Terminalanlagen kommt das zuständige Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume zu dem Ergebnis, dass alle Kurz- und Langzeitwerte für SOx und NOx deutlich unter den geltenden Grenzwerten und den Immissionswerten zum Schutz der menschlichen Gesundheit liegen.

Bild: AIDA Cruises

Treibstoffe der Zukunft

Die meisten Schiffe sind zurzeit mit Dieselmotoren ausgestattet. Diese verwenden als Kraftstoffe entweder Marine-Diesel oder auf See Schweröl. Um Emissionen zu verringern, werden beispielsweise Scrubber und Katalysatoren eingebaut. Zurzeit befindet sich die Schifffahrtsindustrie in einer Wende. Wichtige Trends sind hier LNG, PTL-Diesel, PTG-Methane und Brennstoffzellenantriebe. Auch Kiel anlaufende Reedereien verfolgen vielseitige Projekte.

Foto: PORT OF KIEL

Schiffsabwässerbehandlung

Kreuzfahrtschiffe müssen ihre Abwässer in der Ostsee ab 2021 – Neubauten bereits ab 2019 – vollständig in den Häfen abgeben oder unter Einhaltung strenger Grenzwerte an Bord klären. Eine neue Lösung musste her. Innovativer Partner hierbei war Unitechnics, mit dem der PORT OF KIEL umfangreiche Tests durchführte, das beste Bearbeitungsverfahren zur Abwasserbehandlung herausfand und einen neuen Standard schuf.

Foto: PORT OF KIEL

Landstromanlagen

Landstrom ist für die die Kieler Innenstadt anlaufenden Fähr- und Kreuzfahrtschiffe ein sinnvoller Weg, um Luftschadstoff- und Lärmemissionen während der Liegezeit zu vermeiden. Seit Frühjahr 2019 steht den Norwegenfähren der Color Line ein Landstromanschluss zur Verfügung, bis 2020 werden weitere Anlagen am Schwedenkai und Ostseekai realisiert, um Schiffsdieselgeneratoren während der Liegezeit auszuschalten.

Foto: Tom Körber

Umweltrabatt

Um einen Anreiz für Reeder zu schaffen, in möglichst umweltfreundliche Antriebe und Treibstoffe zu investieren, bietet der PORT OF KIEL schon seit 2012 einen Umweltrabatt auf das Hafengeld. Bemessungsgrundlage dieses Umweltanreizes ist der „ESI“ (Environmental Ship Index). Dieser soll als internationaler Standard Schiffsemissionen vergleichbar machen. Der Index gibt Auskunft über die Umweltleistung von Schiffen, was luftverunreinigende Emissionen (NOx, SOx und CO2) anbelangt.

Foto: Tom Körber

BLU.E-Mobilität

Der PORT OF KIEL achtet bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen darauf, dass diese möglichst wenig Treibstoff verbrauchen beziehungsweise gute Emissionswerte aufweisen. Seit 2018 werden bei der Stauerei zehn von 50 Gabelstaplern elektrisch betrieben. Auch für den RoRo-Schiffsumschlag von rollenden Ladungseinheiten sind elektrisch betriebene Zugmaschinen und Elektrostapler grundsätzlich am Markt verfügbar und wurden beim PORT OF KIEL getestet. Der Anteil der Elektro-Pkw liegt derzeit bei 15 Prozent.

Foto: PORT OF KIEL

Blau Kombiniert

Der kombinierte Verkehr (KV) führt durch die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene und auf den Seeweg zu einer deutlichen Reduzierung von Schadstoffemissionen führt. Im Vergleich mit Straßentransporten sind Emissionen des Schienengüterverkehrs sowohl bei Feinstaub und Stickoxiden wie auch bei Klimagasen bedeutend geringer.

Foto: Marco Plundrich

Grüne Energie

Strom aus erneuerbaren Energien, alternative Energieerzeugung, Umstellung der Beleuchtungstechnik sowie Energieeffizienz und klimaschutzorientiertes Energiemanagement sind Themen, mit denen der PORT OF KIEL sich seit Jahren zur Reduzierung der Emissionen aus hafenbetrieblichen Aktivitäten und klimaneutralem Energiebezug auseinandersetzt.