von Ulf Jahnke

DFDS konzentriert Russlandverkehre auf St. Petersburg

Kieler Russlandgeschäft wuchs im ersten Halbjahr um ein Drittel

Fährlinie Kiel - St.Petersburg

(Kiel, 3. August 2017) Die dänische Reederei DFDS konzentriert ihre - im Rahmen einer Slot-Charter bei Finnlines betriebenen - Fährverkehre zwischen Deutschland und Russland auf die Route Kiel - St. Petersburg. Ab dem 1. September verkehren RoRo-Schiffe vom Ostuferhafen ohne den bisherigen Zwischenstopp in Ust-Luga nach St. Petersburg. Abfahrt des Liniendienstes ab Kiel ist jeweils am Samstagabend mit Ankunft in St. Petersburg am Dienstagnachmittag. Befördert werden Lkw, Trailer, Container, Land- und Baumaschinen, Export-Pkw sowie Projektladungen. Annahmeschluss ist sechs Stunden vor Abfahrt des Schiffes. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Die Verkehre zwischen Kiel und St. Petersburg sind im 1. Halbjahr um ein Drittel gewachsen Dieser Entwicklung trägt DFDS durch eine klare Fokussierung auf St. Petersburg Rechnung.“ Der Hafen von Ust-Luga, der von der positiven Entwicklung der letzten Monate nicht profitieren konnte, wird deshalb zunächst von DFDS nicht mehr bedient. Trotz des Aufwärtstrends im ersten Halbjahr liegen die absoluten Transportmengen im Russlandverkehr immer noch unter denen vor Verhängung der Handelsbeschränkungen.

Dirk Claus: „Die Konzentration auf St. Petersburg ermöglicht kürzere Transitzeiten und bietet Potenzial für ein weiteres Ansteigen der Ladungsmengen.“ In Kiel sind die Verkehre in die baltischen Staaten und nach Russland im Ostuferhafen, dem Fracht- und Logistikzentrum des Hafens, angesiedelt. Täglich verbinden RoPax-Fähren der DFDS Kiel mit Klaipeda in Litauen, während St. Petersburg im RoRo-Verkehr mit Russland einmal wöchentlich angelaufen wird. Dirk Claus: „Die Linie nach St. Petersburg ist idealer Ausgangspunkt auch für Weiterverladungen ins russische Hinterland.“ Über St. Petersburg verschiffte Güter werden sowohl nach Moskau und ins westliche Russland als auch bis nach Kasachstan weitertransportiert. In Gegenrichtung werden aus Russland insbesondere Forstprodukte importiert und in Kiel umgeschlagen. Für die Lagerung von Schnittholz ist im Ostuferhafen derzeit eine weitere 5.000 m² große Lagerhalle, der Schuppen Nr. 12, im Bau.

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